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Zeichnungen, Gemälde und Radierungen eines zu Unrecht in Vergessenheit geratenen Künstlers aus dem Goldenen Zeitalter der Niederlande sind noch bis zum 10. Juni 2012 in Aachen zu sehen. Cornelis Bega (1631/32-1664) war ein Meister der Genremalerei. Von seiner Hand sind außer Gemälden und Druckgraphik aus dem so genannten Bauerngenre auch kunstvoll gezeichnete Detail- und Figurstudien bekannt. Seine Themen waren häufig Bauerngesellschaften, Herbergsszenen, Raucher, Trinker und andere Vertreter als niedriger betrachteter sozialer Ränge, die karikierend wiedergegeben wurden. Bega war der Sohn eines Goldschmidts und Enkel des berühmten Malers Cornelis Cornelisz van Haarlem. Er gilt als der wohl begabteste Schüler Adriaen van Ostades, eines anderen holländischen Meisters des Bauerngenres.


Fassade des Suermondt-Ludwig-Museums in Aachen während der Renovierungsarbeiten.
Eine Reise, die Bega gemeinsam mit dem Maler Vincent Laurensz van der Vinne und anderen unternahm, führte ihn durch Deutschland, in die Schweiz und nach Frankreich. In seinen reiferen Jahren verfeinerte sich seine Technik, wurde seine Palette farbiger und widmete er sich mehr der verfeinerten Wiedergabe von Texturen und Oberflächen. Ihm war allerdings keine lange Karriere beschieden, denn er starb bereits 1664, vermutlich an der Pest. Doch er hinterließ ein beachtliches Œuvre, dem nun im Aachener Suermondt-Ludwig-Museum mit der ersten Übersichts-Ausstellung unter dem Titel Eleganz und rauhe Sitten die ihm gebührende Würdigung erfährt.

18. April 2012


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